Samstag, 04. Februar 2012
Das letzte Jahr von Dollar, Euro & Co.
Für den Moment scheint der Euro wieder einmal gerettet zu sein – nachdem er Mitte Dezember 2011 zusammen mit den Banken wieder einmal fast untergegangen wäre. Vorübergehend natürlich, denn die Probleme wie die Überschuldung sind natürlich ungelöst. Man hat es mit neu gedrucktem Geld übertüncht.
Der Draghi-Monsterdruck
Wir erinnern uns: am 21. Dezember schüttete die EZB das grosse Füllhorn über die Banken der Eurozone aus. In einem „LTRO“ genannten Dreijahrestender wurden 489 Milliarden Euro ausgeteilt. Dies mit dem impliziten Auftrag an die Banken, Staatsanleihen der maroden PIGS-Staaten zu kaufen. Dieses Geld wird real verschenkt, denn die Banken haben keine realen Sicherheiten mehr, um sie bei der EZB als Pfand zu hinterlegen. Also werden „Sicherheiten“ mit Staatshilfe konstruiert, so etwa in Italien.
Es hat einige Wochen gedauert, bis Mitte Januar 2012 eine leichte Entspannung bei den Banken und PIGS-Staaten eintrat. Die Einlagen der Banken bei der EZB sind immer noch übermässig hoch – ein Zeichen, dass der Interbankenmarkt immer noch nicht richtig funktioniert. Aber sie erreichen nicht mehr über 500 Milliarden Euro wie zu Spitzenzeiten. Dafür explodieren die Target2-Salden der Euro-Zentralbanken: bei Deutschland und den Niederlanden um viele 100 Milliarden ins Positive, bei Italien & Co. ins Negative – als Merkmal für die massive Kapitalflucht aus den Südstaaten.
Vom Monsterdruck zum Gigadruck
Inzwischen will die EZB diese Operation Ende Februar wiederholen, aber mit viel grösseren Summen: bis zu 1,5 Billionen Euro sind im Gespräch, wieder für drei Jahre und zusätzlich zu LTRO und anderen kurzfristigen Tendern. Zusätzlich dürfte die Fed der EZB eine Billion ...
Aber natürlich waren die Nazis rechtsradikal
von Athanasios
Die Nazis und links? Aber nicht doch, nur eine „gezielte Provokation“, die Erika Steinbach zwitscherte, um die Linken „aus ihren Löchern“ bei Twitter zu holen. Wahrscheinlich hatte sie es in der ‚Münchner Runde’ aufgeschnappt, bei Arnulf Baring: „Waren die Nazis rechts? Das halte ich für einen Grundirrtum... Die Nazis waren nicht rechts, die Nazis waren eine Linkspartei.“ Die Moderatorin wollte dem alten Sozialdemokraten gar nicht erst widersprechen, sondern bat ihn, er möge „dieses Fass jetzt nicht aufmachen.“
Das beste Fass bleibt dem Massenpublikum besser verschlossen. Eine breite Diskussion lebt von ihrer Ausdehnung auf der Sendefläche, da fragt man nicht weiter nach. Bekanntlich hatten die Nazis ihrer extrem rechten Partei nur ein linkes Etikett aufgeklebt, um zu verdecken, dass sie Handlanger des Monopolkapitalismus waren. „NationalSOZIALISTISCHE deutsche ARBEITERPARTEI“, buchstabiert Erika Steinbach und braucht kaum 140 Zeichen. Die linksradikalen Jakobiner waren Nationalisten, ihr Ideologe Sieyès beschwor die egalitäre Nation, in der Adlige und Geistliche nichts zu suchen haben. Aber Rechtsradikale wie Burke oder Maistre schrieben nur gegen die Nation an, um ihren Nationalismus fleckzutarnen. Sozialistisch waren die Nazis auch nicht, denn sie haben niemanden enteignet, fast niemanden, und sie hatten nur zufällig Lager und einen totalen EinPARTEIenstaat wie die Sozialisten im Osten.
Zum Glück ließ Herr Musharbash vom ‚Spiegel‘ schnell Gewehrsmänner gegen Erika Steinbach schießen: „Experten sehen das anders.“ Heinrich August Winkler krähte gegen Erikas Gezwitscher, die NSDAP sei „die rechteste Partei“ gewesen, „die es je gegeben hat“, sie sei „mindestens so antiliberal gewesen wie sie antimarxistisch war“. Denn die Liberalen waren ja ...


