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Freitag Feierabend: Man ist seelisch ausgelaugt und körperlich übersättigt von einer weiteren Woche der Teilnahme an der Leistungs- und Konsumgesellschaft. Die Esszenz der eigenen Existenz, das Innerste im Innern, ist längst durch seelisch ermüdende Fleissdienst und abstumpfende Verwöhnung, die beim Erlass von Selbstindulgenz natürlich idiosynkratisch abhilfe leistet, verschleiert.

Ein Dissoziativum betäubt die Sinne, die Wahrnehmung der äusseren Welt, ausreichend, um aus diesem Schlammassel auszubrechen, ohne jedoch das Bewusstsein auszuschalten. Es kehrt das seelische Auge nach innen, lässt die eigentliche Esszenz der Existenz durchleuchten.

Nach der dissoziativen Reise ins Innere folgt aus medizinischer Sicht eine Hypomanie, aus subjektiver Sicht ist man wieder bei sich selbst angekommen.

Nach der genüsslichen Sonnenaufgangszigarette fördert Rotwein den Schlaf.

 

Samstagnachmittaq: Ausgeschlafen, fokusiert und zentriert widmet man sich den schönen Dingen im Leben: Streifzüge durch den Wald, Poesie schreiben, malen, musizieren, usw. kreatives Ausleben nach eigenem Gutdünken halt, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, man könnte sogar ein gutes Buch lesen!

 

Samstagabend: Ein Psychedelikum öffnet nun auch noch die Sinne nach Aussen, erlöst von der Abstumpfung durch Übergebrauch. Es folgt ein Fest der Farben und der Formen, der Töne und der Gerüche, eine Zelebration der Schönheit des ästhethischen Wahrnehmens. Nach der psychedelischen Reise folgt nach guter Tradition das Festmahl, man koche die edelsten Speisen die gerade in den Sinn kommen, ein Galadiner der eigenen Gelüste, mit Gemüse, Salat, Fleisch oder Fisch, und natürlich den passenden Wein, der wiederum den Schlaf fördert.

 

Sonntag: Nun, am Sonntag lasse man sich wieder fallen, unvernünftige Einkäufe tätigen und Knabberorgien ausleben, abends fernsehen, um sich wieder adäquat auf eine Woche in der Konsum- und Leistungsgesellschaft einzustellen.

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Der Divergent

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